FDAMP

Flexibler & durchgängiger automatisierter Materialfluss in der Produktion. 

Ansprechpartner

Urs Leberle

Projektleiter Forschung und Vorausentwicklung, Robert Bosch GmbH

Ansprechpartner

Jan Hoffmann

Research Engineer, Robert Bosch GmbH

Ansprechpartner

Kai Przybysz-Herz

CEO & Co-Founder, NAiSE GmbH

Über das Projekt

In der heutigen VUCA-Welt (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) sind effiziente und flexible Produktionssysteme von entscheidender Bedeutung. Die derzeitigen automatisierten Fertigungslinien sind zwar sehr effizient, lassen jedoch häufig in puncto Flexibilität zu wünschen übrig. Die bisher verfügbaren flexiblen Systeme sind leider überwiegend manuell, was die Effizienz- und Kosteneinsparungspotenziale vor allem in Hochkostenlagen schmälert.

Ziele des Projekts

Ziel des Projekts ist es, Produktionssysteme schnell und effizient an veränderte Anforderungen anzupassen. Dies soll durch flexible und einfach rekonfigurierbare automatisierte Produktionssysteme ermöglicht werden. Ein vielversprechender Ansatz zur Steigerung der Flexibilität besteht darin, Produktionsressourcen, wie Fertigungszellen nicht mehr ausschließlich für ein einzelnes Produkt oder einen festen Produktionsprozess einzusetzen. Stattdessen sollen Produktionsressourcen flexibel unterschiedlichen Produkten, Prozessen oder Technologien zugeordnet werden können. Der zentrale Gedanke dieses Ansatzes ist ein flexibler und rekonfigurierbarer sowie über verschiedene Transportsysteme hinweg durchgängiger bzw. intermodaler automatisierter Materialtransport, welcher die verschiedenen Produktionsressourcen miteinander verkettet. Dadurch wird auch die Einbindung von Bestandsmaschinen und -anlagen möglich.

Motivation des Projekts

Für Bosch sind starr verkettete Produktionsanlagen aufgrund sich schnell wandelnder Kundenanforderungen nicht länger in allen Produktbereichen wirtschaftlich sinnvoll. Schwankende Produktionsmengen durch volatile Märkte, kürzere Produktlebenszyklen und höhere Innovationsgeschwindigkeit auf der Produktseite erfordern schnellere Anpassungen von Produktionsanlagen ohne, dass die Fertigungsqualität leiden darf. Häufig müssen jedoch bestehende Fertigungszellen für einzelne Produktionsschritte ohne oder nur mit minimalen Anpassungen für weitere Produkte und Produktvarianten weiterverwendet werden. Neue Anlage haben in vielen Fällen einen zu hohen Entwicklungsaufwand und sind zu teuer. Daher müssen für eine automatisierte Fertigung diese Zellen häufig (lediglich) neu verkettet werden. Um das in flexibler Art und Weise schnell und kosteneffizient bewerkstelligen zu können, ist ein neuartiges Transportsystem und eine übergeordnete Ansteuerung nötig. Der „Proof of concept“ für ein solches Transportsystems inklusiver aller zugehörigen Orchestrierungskomponenten ist Inhalt und Ziel des Projekts.

Projektstruktur

Folgende Mitglieder bringen ihre Expertise innerhalb des Projektes ein:

NAiSE
Flottenmanger zur Steuerung der Fahrzeuge.

Bosch Rexroth
Gurtband TS.1-48V zur schnellen und einfachen Verbindung von fest verketteten Anlagenteilen.

Bosch Research
Flexibles und rekonfigurierbares Materialtransportsystem zur Verkettung von Stationen und Prozessen, sowie Software-Komponenten zur Materialflussorchestrierung.

„Was die Arbeit in der ARENA2036 besonders macht, sind die kurzen Wege und die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Partnern."

Urs Leberle

Robert Bosch GmbH