Radar

Imager

Industrielle Qualitätskontrolle mit dem RadarImager: Verborgene Strukturen berührungslos und zuverlässig sichtbar machen.

Ansprechpartner

Albert Dorneich

Balluf GmbH

Ansprechpartner

Christoph Boeckenhoff

Balluff GmbH

Das Unsichtbare sichtbar machen

Der RadarImager eröffnet neue Möglichkeiten für die industrielle Qualitätskontrolle. Mithilfe des Sensors können verborgene Strukturen in unterschiedlichen Materialien berührungslos erfasst und dreidimensional dargestellt werden. Das Projekt untersucht geeignete Anwendungsfälle und entwickelt Ansätze, um die Technologie einfacher bewerten, erproben und zukünftig in industrielle Prozesse integrieren zu können.

Neue Einblicke für die industrielle Qualitätskontrolle

Bei vielen industriellen Prüfaufgaben reichen klassische optische Verfahren nicht aus, beispielsweise wenn relevante Merkmale durch Verpackungen oder andere Materialien verdeckt sind. Der RadarImager ermöglicht es, verborgene Strukturen berührungslos zu erfassen und dreidimensional darzustellen. Dadurch können neue Ansätze für Prüfaufgaben wie Vollständigkeitskontrollen, Fremdkörpererkennung und weitere Qualitätsprüfungen untersucht werden.

Im Projekt wird die Technologie innerhalb eines realitätsnahen Logistikprozesses erprobt. Anders als bei bisherigen Versuchsaufbauten werden die Prüfobjekte nicht über ein klassisches Förderband transportiert, sondern von einem fahrerlosen Transportfahrzeug, einem AGV, unter dem RadarImager hindurchgeführt. Auf diese Weise soll untersucht werden, wie sich der RadarImager flexibel in intralogistische Abläufe einbinden lässt.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Anforderungen an die Positioniergenauigkeit und Geschwindigkeit des AGV sowie die Abstimmung zwischen Fahrzeug, RadarImager und den bestehenden Systemen. Ergänzend werden die erforderlichen Kommunikationsschnittstellen betrachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen eine Grundlage dafür bilden, vergleichbare Prüfaufgaben zukünftig innerhalb automatisierter Logistikprozesse umzusetzen.

Von der technologischen Möglichkeit zur nutzbaren Anwendung

Ziel des Projekts ist es, die im Demonstrator gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, um die Einsatzmöglichkeiten des RadarImager systematisch zu bewerten und Anforderungen für einen industriellen Einsatz abzuleiten.

Neben der Erfassung dreidimensionaler Bilddaten steht deren verständliche und anwendungsbezogene Auswertung im Fokus. Anwender benötigen nicht nur neue Bildinformationen, sondern vor allem belastbare Ergebnisse für ihre konkrete Prüfaufgabe. Das Projekt betrachtet deshalb die gesamte Prozesskette von der Datenerfassung über die Datenverarbeitung bis zur Nutzung der Ergebnisse in industriellen Anwendungen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den für den Praxiseinsatz erforderlichen Integrations- und Logistikprozessen. Dazu gehören die Anbindung an bestehende Systeme, der Datenaustausch zwischen den beteiligten Komponenten sowie die Einbindung in Logistik- und Flottenmanagementlösungen. Ziel ist es, den Integrationsaufwand für Anwender möglichst gering zu halten und die Einführung der Technologie zu erleichtern.

Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse Machbarkeitsstudien vereinfachen, den Zeit- und Wissensaufwand reduzieren und eine fundierte Grundlage für weitere Projektentscheidungen schaffen. Die Zusammenarbeit in der ARENA2036 bietet hierfür ein geeignetes Umfeld, um Anwendungen zu erproben und die nächsten Entwicklungsschritte gemeinsam vorzubereiten.


Die Projektpartner im Überblick:

ARENA2036 e.V.

+
Bereitstellung des Projektumfelds und der Infrastruktur für die Zusammenarbeit.

Balluff GmbH

+
Einbringung der RadarImager-Technologie und Bewertung möglicher Prüfaufgaben und Durchführung von Machbarkeitsstudien.

Robert Bosch GmbH

+
Unterstützung beim Aufbau und der Integration in den Entwicklungsaufbau von Bosch.

NAiSE GmbH und Delta Electronics EMEA

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Bereitstellung von AGV in der Robot-Miniworld und Integration des RadarImager in das NAiSE Flottenmanagement.

Waitkus

+
Integration des RadarImagers in das intralogistische Karakuri-System von Waitkus.
Eingesetzte Technologien

Im Projekt werden der RadarImager, dreidimensionale Datenerfassung, industrielle Bildverarbeitung und KI-gestützte Datenauswertung miteinander kombiniert. Ergänzt wird dies durch AGV-Technologien, Flottenmanagement, industrielle Kommunikationsschnittstellen sowie Konzepte zur Integration der Prüfdaten in bestehende Logistik-, Automatisierungs- und Qualitätssicherungsprozesse.

„Die ARENA2036 bietet ideale Rahmenbedingungen, um neue Technologien wie den RadarImager gemeinsam mit Partnern schnell und praxisnah zu erproben. Kurze Wege, eine unkomplizierte Zusammenarbeit und die Möglichkeit, Ideen ohne große bürokratische Hürden umzusetzen, beschleunigen die Bewertung neuer Anwendungsfälle und den Weg zur industriellen Anwendung.“

Christoph Böckenhoff, Product Architect,

Balluff GmbH