Design Rules für die

Automation des Leitungssatzes

Entwicklung von Gestaltungsrichtlinien für die Standardisierung des Leitungssatzes.

Design Rules für die Automation des Leitungssatzes

Automationsgerechtes Leitungssatz-Design

Im Teilprojekt 1 (TP1) werden Gestaltungsrichtlinien erarbeitet, die zu automationsgerechten Designs von Leitungssätzen führen. Wichtige Indikatoren dabei sind die Anzahl unterschiedlicher Komponenten, die Komplexität der Verarbeitungsprozesse, sowie die eigentliche Struktur des Leitungssatzes. Der Leitfaden umfasst sowohl Regeln, deren Einhaltung digital ausgewertet werden kann, als auch Empfehlungen mit weniger verbindlichem Charakter. Bewertet wird grundsätzlich der aktuelle Stand der Technik. Fortschritte bei Maschinen und Anlagen sollen aber mitberücksichtigt und die Gestaltungrichtlinien dahingehend angepasst werden können. Ein ausgewiesenes Ziel ist es, die Auswirkungen von Technologieentscheidungen bereits in frühen Konzeptphasen auf den Leitungssatz zu projizieren.

Ausgangssituation und Motivation

Der Herstellungsprozess eines Leitungssatzes durchläuft von der Entwicklung bis zur Montage im Fahrzeug verschiedene Disziplinen. Die Wertschöpfung selbst, wird in jedem Unternehmen für den jeweiligen Wirkungsbereich optimiert dargestellt und durchgeführt. Ein wesentlicher Faktor um eine effizientere Herstellung des Leitungssatzes zu ermöglichen, ist demnach die ganzheitliche Betrachtungsweise der Wertschöpfungskette. Die verschiedenen Bewegründe und Erfahrungen sollen durch enge Abstimmung der einzelnen Unternehmen in frühe Stadien der Leitungssatzentwicklung einfließen. Dadurch können Automationshemmnisse, deren Ausmaß am getroffenen Zeitpunkt schwer abschätzbar sind, vermieden und eine wirtschaftliche Automation ermöglicht werden.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

Die Arbeitsschwerpunkte in TP1 betreffen neben der Ausarbeitung der Gestaltungsrichtlinien insbesondere auch deren Anwendung in der Praxis - namentlich eine tiefe Integration in bestehende Prozesse. Als Grundlage für die DIN 72036 werden Regeln und Empfehlungen formuliert, bebildert und mit Zielwerten versehen. Ein Kernteam befasst sich mit TP-übergeordneten Zusammenhängen, sowie realen Use-Cases zur Anwendung dieser Gestaltungsrichtlinien. Die Gestaltungsrichtlinien sollen in branchenübliche Softwaresysteme integriert werden.

Ausblick

Das TP1 will eine Sensibilisierung für die hochautomatisierte Herstellung von Leitungssätzen erreichen. Demnach werden Erfahrungen aus der Fertigung in den Design- bzw. Entwicklungsprozess integriert und dadurch Problemstellungen frühzeitig erkannt bzw. verhindert. Zusätzlich wird der Inhalt des Leitfadens auf seine Anwendbarkeit an konkreten Leitungssätzen durch Plausibilitätschecks geprüft. Daraus wird abgeschätzt, welcher Automationshub tatsächlich erreicht werden kann.