DFA

Digitaler Fingerabdruck.

Schaffung einer Basis für eine intelligente Wertschöpfungskette

Ihr Ansprechpartner

Jörg Dittmann

Institut für Flugzeugbau (IFB), Universität Stuttgart

Jörg Dittmann ist Projektkoordinator des Projektes DFA und zuständig für das Thema Virtuelle Infiltration des Demonstratorbauteils. Zusätzlich ist er Experte im Bereich numerische Permeabilitätsbestimmung und einer der Gruppenleiter der Simulationsgruppe am Institut für Flugzeugbau, der Universität Stuttgart.

Digitaler Fingerabdruck

Schaffung einer Basis für eine intelligente Wertschöpfungskette

Die intelligente Datensammlung, -aufbereitung und -übergabe über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Idee, über Design, Produktion und In-Service bis hin zum End-of-Life – für das intelligente Bauteil und die wandlungsfähige, autonome Fabrik von Übermorgen!

Durchgängiger Datenfluss zu jedem Zeitpunkt

Um dieses Vorhaben realisieren zu können, ist ein durchgängiger Datenfluss zu jedem Zeitpunkt und in jedem Prozessschritt notwendig. Kontextbezogene Semantiken werden benötigt, damit die verschiedenen Datentypen jederzeit korrekt zugeordnet werden können. Unterschiedlichste Disziplinen tauschen Daten aus und müssen dabei stets wissen, wo sich die Daten der vorhergehenden Schritte befinden und was sie genau bedeuten.

Daten müssen hinterlegt und intelligent verknüpft sein

Die Grundlage hierfür bildet der Digitale Fingerabdruck eines jeden Bauteils, in dem alle Daten vom ersten Konzept, über Konstruktion, Berechnung, Prozessdaten, Maschinendaten, Logistikdaten, bis hin zu In-Service Daten aus integrierten Sensoren hinterlegt und intelligent verknüpft sind. Das Hauptziel des Digitalen Fingerabdrucks ist daher die Weiterentwicklung eines Bauteils zu einer Industrie 4.0-Komponente und die Schaffung der notwendigen Basis für die intelligente Wertschöpfungskette eines Bauteils für die Zukunft.

Der digitale Fingerabdruck kann somit auch als Fundament für Industrie 4.0-Anwendungen und dementsprechend als Bindeglied zwischen allen ARENA2036-Verbundprojekten verstanden werden.

Fünf Teilprojekte führen zur Realisierung des Digitalen Fingerabdruck Projektes

In Teilprojekt 1 (TP1) – „Daten und Semantik“ steht die semantische Beschreibung des Digitalen Fingerabdrucks im Vordergrund.

Für die Entwicklung des intelligenten Bauteils werden in TP2 – „Smartes Engineering“ unterschiedliche Simulationsansätze, sowohl für die Struktursimulation als auch für die Optimierung und die Prozesssimulation betrachtet.

Für die gewünschte Intelligenz des Bauteils werden in TP3 – „Smartes Bauteil“ geeignete Sensoren in den Demonstrator integriert, um sowohl Daten aus dem Herstellungsprozess, als auch aus dem In-Service-Bereich zu erhalten.

In TP4 – „Smarte Produktion“ wird die Schnittstelle zur Produktion und Montage sowie zum Nachbarprojekt Fluide Produktion aufgebaut.

In TP5 – „In Service und Bewertung“ erfolgt die Evaluierung des Digitalen Fingerabdrucks. Hierfür wird die Wertschöpfungskette eines Bauteils zu Beginn des Projektes nach Stand der Technik durchlaufen. Dies dient als Referenz. Am Ende des Projektes wird mit den neu entwickelten Schnittstellen und der erarbeiteten Datensemantik die Wertschöpfungskette nochmals durchlaufen und mit der Referenz verglichen.

Das Ergebnis wird eine flexible erweiterbare automatisierte Wertschöpfungskette sein, die als Basis in unterschiedlichen Technologiefeldern funktionieren kann. Zusätzlich werden neue Werkzeuge, wie sensierte Bauteile und virtuelle Bewertungsmethoden vorhanden sein. Das Bauteil liegt somit als Industrie 4.0-Komponente vor.

„Die ARENA2036 ist ein Leuchtturm der Universität Stuttgart im Bereich des Wissens- und Technologietransfers. In Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Industrie und nicht zuletzt den Start-ups ist es uns gelungen, eine einzigartige Innovations-Plattform aufzubauen. Mich persönlich fasziniert vor allem die Agilität und Wandlungsfähigkeit der ARENA2036, die sich allein darin äußert, dass ich immer neue Projekte auf der Hallenfläche entdecken.“

Prof. Dr.-Ing. Peter Middendorf

Institutsleiter des Institutes für Flugzeugbau

Universität Stuttgart

„In der Produktion der Zukunft spielen Daten die entscheidende Rolle und die integrierte Nutzung von Entwicklungs-, Produktions- und Betriebsdaten werden die Schlüsselfaktoren für vertrauensvolle Wertschöpfungs- und Nutzungssysteme. Für DXC.technology ist die ARENA2036 schon heute ein besonderes Umfeld. So können wir als führender, unabhängiger Integrationsdienstleister hier zum Vernetzen dieser Welten beitragen und die Datenstandards von morgen mitgestalten. Dabei ist das universitäre Umfeld für die Ausbildung unseres Nachwuchses von elementarer Bedeutung.“

Gero Adrian & Franziska Gross

Director Advisory R&D Industry4.0 at DXC Technology & Business Innovation and Startup Relations

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