FluPro

Fluide Produktion.

Entwicklung und Implementierung eines menschzentrierten, cyberphysischen Produktionskonzeptes

Fluide Produktion

Menschzentriertes, cyberphysisches Produktionskonzept

Ziel des Verbundprojekts Fluide Produktion ist, ein menschzentriertes, cyberphysisches Produktionskonzept für die Automobilproduktion zu entwickeln und exemplarisch zu implementieren. Hierfür werden alle Produktionsmittel in ortsflexible Module aufgebrochen, um so dynamisch Maschinensysteme bilden und auflösen zu können und die heute übliche Trennung zwischen Wertschöpfung und Logistik aufzuheben.

Optimale Anpassung an den aktuellen Bedarf

Der Begriff "Fluide Produktion" entspringt der Vision, dass sich cyberphysische Produktionssysteme (CPPS) permanent bedarfsgerecht neu zu Betriebsmitteln zusammenschließen. Hierdurch passt sich die Produktion - ähnlich einem Fluid, dass seine äußere Form gemäß den auf sich wirkenden Drücken anpasst - stets optimal den aktuellen Bedarfen an. Dazu werden alle Produktionsanlagen in ortsflexible Module zerlegt, um dynamisch Einheiten zu bilden und aufzulösen. Auf diese Weise wird die derzeitige Trennung zwischen Wertschöpfung und Logistik überwunden.

Die Module sind mit einem zentralen Fokus auf die Rolle des Menschen als aktiver Gestalter seiner Produktionsumgebung konzipiert. Das Ergebnis ist ein neues, hochflexibles Produktionssystem, das kurzfristige Entscheidungen vor dem Beginn der eigentlichen Wertschöpfung ermöglicht und den Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Produktionsgestaltung stellt.

Die Realisierung des Fluiden Produktionssystems basiert auf fünf Teilprojekten

Im ersten Teilprojekt (TP1) wird – in enger Zusammenarbeit mit den Schwesterprojekten FlexCAR und Digitaler Fingerabdruck – die fluide Produktion geplant und die Rolle des Menschen als zentraler Gestalter des Produktionssystems skizziert.

Im TP2 werden die cyberphysischen Betriebsmittel des fluiden Produktionssystems als „produktionstechnische Fluidpartikel“ entwickelt und prototypisch realisiert.

TP3 vertieft Fragen der Produktionssteuerung von der Auftrags- bis zur Echtzeitsteuerung und widmet sich der Spezifikation von cyberphysischen Systemen als Industrie 4.0 Komponenten der Automobilproduktion.

TP4 untersucht, welche Methoden und Geschäftsprozesse erforderlich sind, um die in TP2 und TP3 entwickelten technischen Ergebnisse in der betrieblichen Praxis nutzbar zu machen.

Im TP5 wird die fluide Produktion exemplarisch implementiert und die Leistungsfähigkeit getestet. Die Anpassungsfähigkeit der fluiden Produktion wird durch einen Wechsel hin zu einem zum Zeitpunkt der Planung unbekannten Produkt demonstriert.

„Als Experten für Systemintegration und fahrerlose Transportsysteme nutzen wir das moderne Arbeitsumfeld der Arena2036, um uns mit anderen Partnern zu vernetzen und in Forschungs- und Entwicklungsprojekten wegweisende Innovationen voraus zu entwickeln. Die ARENA2036 ist für uns der ideale Ort, den Transfer von der Idee bis hin zur industriellen Nutzung zu verkürzen, um somit schon heute für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein.“

Dipl.-Ing. Ralf Bär

Geschäftsführer BÄR Automation GmbH

BÄR Automation GmbH

„Die Arena schafft uns die Möglichkeit zur fruchtbaren Kollaboration mit einer Vielfalt von unterschiedlichen Firmen - vom Start-Up bis zum Großkonzern. Dadurch können wir schnell zukunftsweisende und relevante Use-Cases mit potenziellen Partnern und Anwendern entwickeln und umsetzen. Darüber hinaus erhalten wir durch die Arena einen erweiterten Einblick in die Zukunftstrends in der Automobilproduktion und können frühzeitig auf wegweisende Schlüsseltechnologien zugreifen.“

Dr. Thomas Meißner & Dr. Roland Schaefer

Head of Project and Consortia Management &
Vice President Innovation

Balluff GmbH