Automatisierungs-

kennzahl

Eignung von Leitungssatzkomponenten für die Automatisiertefertigung.

Ihr Ansprechpartner

Stephan Fahrnbauer

BMW AG

Herr Fahrnbauer ist im Bereich Elektrologik und Konfiguration tätig

Automatisierungskennzahl

Erstellung eines Benutzerhandbuchs für Konstrukteure

Das Teilprojekt 4 (TP4) erarbeitet eine allgemeingültige Bewertungsmethodik, die eine Aussage über den Automatisierungsaufwand der Montage von Komponenten in der Leitungssatzkonfektion ermöglichen soll. Das Ergebnis der Methode bildet eine Kennzahl, welche den technischen Automatisierungsaufwand eines betrachteten Konfektionsschritts charakterisiert und nachfolgend als Automatisierungskennzahl bezeichnet wird. Um die für eine Bewertung relevanten produkt- und prozessspezifischen Kriterien zu ermitteln, verfolgt das TP4 einen interdisziplinären Ansatz und bezieht die Gestaltungsrichtlinien aus den TP1 und TP2 frühzeitig mit ein.

Ausgangssituation und Motivation

Vor allem im Bereich der Leitungssatzkonfektion, die größtenteils von manueller Wertschöpfung geprägt ist, bietet die Automatisierung der Fertigung ein großes Potenzial. Die richtige Auswahl an automatisierungsgerechten Komponenten bzw. die frühe Bewertung der Automatisierbarkeit bei einer Neuentwicklung sind für einen hohen Automatisierungsgrad in der Leitungssatzkonfektion entscheidend. Die in diesem TP entwickelte Automatisierungskennzahl soll den Auswahlprozess für den Anwender in einer nachvollziehbaren und reproduzierbaren Art und Weise unterstützen.

Aktueller Arbeitsschwerpunkt

Um eine breite Akzeptanz der in diesem TP erarbeiteten Ergebnisse zu erzielen, ist es von besonderer Bedeutung wichtige Wirkzusammenhänge zu berücksichtigen und das in der Branche vorhandene Knowhow in die Bewertungsmethode zu integrieren. Das hierbei verfolgte Vorgehensmodell ist in [1] beschrieben.

Der aktuelle Arbeitsschwerpunkt besteht darin, die Vorgehensweise der Methode durch einen Abgleich mit der Vorgehensweise einer FMEA am Beispiel ausgewählter Produktgruppen weiter zu detaillieren.

[1] Artikel ATZproduktion 3-4/2020 – Stefan Olbrich, Lab Hang Ren: Bestimmung des technischen Automatisierungsaufwandes

Ausblick

In den nächsten Schritten gilt es das Vorgehensmodell zur Bewertung einer Automatisierungskennzahl durch die Bearbeitung weiterer Komponenten aus unterschiedlichen Komponentenklassen weiter zu validieren. Aufgrund der hohen Komplexität des Vorgehensmodells und dem daraus resultierenden hohen Zeitaufwand, möchte man den Bewertungsprozess auf ein Minimum verschlanken.

Die durch dieses Vorgehen gewonnen Erkenntnisse sollen anschließend in einem Benutzerhandbuch für Konstrukteure festgehalten werden. In diesem Handbuch wird die Methodik im Detail beschrieben. Die Automatisierungskennzahl soll freiwillig vom Hersteller für seine Produkte ermittelt werden können, um frühzeitig auf die Auswirkungen seiner technischen Lösung hinsichtlich des technischen Automatisierungsaufwandes in der Leitungssatzkonfektion sensibilisiert zu werden.