Automatisierungs-

kennzahl

Eignung von Leitungssatzkomponenten für die Automatisiertefertigung.

Automatisierungskennzahl

Erstellung eines Benutzerhandbuchs für Konstrukteure

Das Teilprojekt 4 (TP 4) erarbeitet eine allgemeingültige Bewertungsmethodik, die eine Aussage über den Automatisierungsaufwand der Montage von Komponenten in der Leitungssatzkonfektion ermöglichen soll. Das Ergebnis der Methode bildet eine Kennzahl, welche den technischen Automatisierungsaufwand eines betrachteten Konfektionsschritts charakterisiert und nachfolgend als Automatisierungskennzahl bezeichnet wird. Um die für eine Bewertung relevanten produkt- und prozessspezifischen Kriterien zu ermitteln, verfolgt das TP 4 einen interdisziplinären Ansatz und bezieht die Design Guidelines aus den TP 1 und TP 2 frühzeitig mit ein.

Die Ausgangssituation und Motivation

Vor allem im Bereich der Leitungssatzkonfektion, die größtenteils von manueller Wertschöpfung geprägt ist, bietet die Automatisierung der Fertigung eine großes Potenzial. Die richtige Auswahl an automatisierungsgerechten Komponenten bzw. die frühe Bewertung der Automatisierbarkeit bei einer Neuentwicklung sind für einen hohen Automatisierungsgrad in der Leitungssatzkonfektion entscheidend. Die in diesem TP entwickelte Automatisierungskennzahl soll dabei den Auswahlprozess, für den Anwender in einer nachvollziehbaren und reproduzierbaren Art und Weise, unterstützen.

Aktueller Arbeitsschwerpunkt

Um eine breite Akzeptanz der in diesem TP erarbeiteten Ergebnisse zu erzielen, ist es von besonderer Bedeutung wichtige Wirkzusammenhänge zu berücksichtigen und dass in der Branche vorhandenen Know-How in die Bewertungsmethode zu integrieren. Das hierbei verfolgte Vorgehensmodell ist in [1] beschrieben.

Der aktuelle Arbeitsschwerpunkt besteht darin, einzelne Produktgruppen und die dazugehörigen Bewertungskriterien zu ermitteln. Einhergehend mit neuen Produktgruppen erfolgt eine porduktgruppenspezifische Anpassungen des Vorgehensmodells. Besonderheiten der einzelnen Produktgruppen werden somit berücksichtigt.

[1] Artikel ATZ: Bestimmung des technischen Automatisierungsaufwandes

Ausblick

Die weitere Vorgehensweise des TP4 plant zunächst beispielhaft die Bewertungskriterien einer Produktgruppe anhand eines Demonstrators und unter Abstimmung von dritten zu validieren. Um die Automatisierungskennzahl für den Anwender interpretierbarer zu gestalten, soll eine Marktanalyse durchgeführt werden, die mittels eines Schwellenwerts eine Aussage ermöglicht, ob Automatisierungspotenzial – für die Montage der betrachteten Komponente – vorhanden ist.

Die durch dieses Vorgehen gewonnen Erkenntnisse sollen anschließend in einem Benutzerhandbuch für Konstrukteure festgehalten werden. In diesem Handbuch wird die Methodik im Detail beschrieben. Die Automatisierungskennzahl soll freiwillig vom Hersteller für seine Produkte ermittelt werden können, um frühzeitig auf die Auswirkungen seiner technischen Lösung hinsichtlich des technischen Automatisierungsaufwandes in der Leitungssatzkonfektion sensibilisiert zu werden.