Konzepte, Informationsmodell und

Produktbe-

schreibung

Entwicklung eines Umsetzungskonzeptes für die Nutzung des "Shared Digital Twins".

Ihr Ansprechpartner

Miguel Rodriguez

Komax AG

Herr Rodriguez ist Project Leader Digital Marketplaces

Konzepte, Informationsmodell und Produktbeschreibung

Entwicklung eines Informationsmodell

Das Teilprojekt "Konzept, Informationsmodelle und Produktbeschreibung" befasst sich mit der Konzeptualisierung des "Shared Digital Twin". Es steht zu Beginn des Gesamtprojektes und stellt eine wichtige Grundlage für die weiteren Teilprojekte und deren Arbeitspakete dar.

Ziele des Teilprojektes

Ziel ist es, alle Komponenten des Leitungssatzes und deren Informationen bzw. Daten in entsprechende Informationsmodelle zu übersetzen. Ein Informationsmodell beschreibt reale Objekte, in dem es bspw. Namen, Eigenschaften oder Beziehungen eindeutig definiert. Im konkreten Kontext des Leitungssatzes wird somit der Name eines bestimmten Bauteils (Stecker) mit den zugehörigen Eigenschaften (Hitzebeständig oder Spritzwassergeschützt) Eindeutig definiert. Als Informations- und Datenspeicher spielt die Verwaltungsschale eine zentrale Rolle um Komponenten-, Ressourcen- und Prozessdaten über den gesamten Produktlebenszyklus zur Verfügung zu stellen.

Arbeitsschwerpunkte

Die Leitungssatzherstellung ist geprägt von Änderungsprozessen, Unternehmensspezifischen Datenschnittstellen und einer großen Menge an zu verarbeitenden Daten. Aufgrund der fehlenden Standardisierung haben Unternehmen über die Jahre eigene Datenschnittstellen entwickelt, um die die Datenvielfalt rund um den Leitungssatz beherrschbar zu machen. Daraus resultiert die gängige Praxis, der Transformation von 2D- und 3D-Datenmodelle. Die Gefahr, das Daten die in einem früheren Prozessschritt abgeleitet werden, verloren gehen aber für das Anreichern zu einem späteren Prozessschritt benötigt werden stellt hierbei die große Herausforderung dar.

In einer durchgängigen digitalen Prozesskette finden diese Informationsverluste nicht statt, die Transformation von Informationen wird bewusst und reversibel gesteuert (z.B. werden Informationen ausgeblendet). Zu jedem Zeitpunkt ist die Gesamtheit der Informationen (Bordnetz, Systeme, Gesamt-Stückliste, Produktionsdaten etc.) konsistent erzeugbar. Die Verwaltungsschale wird eine kontinuierliche Datenanreicherung über den gesamten Produktlebenszyklus ermöglichen, sowie maschinenübergreifend alle notwendigen Informationen integrieren und bereitstellen können. Die Standardisierung und die semantische Interoperabilität sind daher eine Grundlagen, für die Umsetzung der Verwaltungsschale.

Die Ergebnisse des Teilprojekts werden entlang der wesentlichen Prozessschritte von Entwicklung, Produktion und Montage des Leitungssatzes entwickelt. Arbeiten aus anderen Teilprojekten, beispielsweise aus Teilprojekt Leitungsentwicklung, -produktion und -montage, werden hier integriert. Es steht somit in engem fachlichem Austausch mit anderen Teilprojekten und ist daher, gemeinsam mit den Teilprojekten „Integration der Verwaltungsschale“, „Automatisierte Verhandlungsprozesse“, „Data Business Policy, Daten Governance und Monetarisierung“ und „Data Storage Policy, Sicherheit, Anbindung an Catena-X“, ein Querschnittsprojekt.

Erwartbare Ergebnisse

Die hier zu entwickelnden Konzepte, Modelle und Beschreibungen bilden zum einen die Basis für die weiteren Teilprojekte, und zum anderen eine essenzielle Grundlage für die Umsetzung der Verwaltungsschale.

Erst durch die Entwicklung eines durchgängigen Konzeptes für den "Shared Digital Twin" kann die semantische Interoperabilität und die Kommunikationsfähigkeit aller notwendigen Bestandteile, ermöglicht werden. Die Arbeit des Teilprojektes bildet von Projektbeginn an eine essenzielle Arbeitsgrundlage. Durch den weiteren Ausbau im Laufe des Projektes soll eine gegliederte Umsetzungsstruktur geschaffen werden, die sich an Potenzial und Gestaltungsfeldern der Anwendungsfälle orientiert.

Im Gesamtkonzept werden die Vorarbeiten der Plattform Industrie 4.0, des ZVEI und anderer Akteure für die Umsetzung in der Wertkette des Leitungssatzes vertieft.