Produktionsprozess des

Leitungssatz

Analyse der Leitungssatzproduktion, für die integration eines Digitalen Zwillings

Ihr Ansprechpartner

Dr. Salinas Segura

Lisa Dräxlmaier GmbH

Herr Salinas ist Digital Transformation Specialist

Produktionsprozess des Leitungssatzes

Entwicklung eines Umsetzungskonzeptes für die Integration des Digitalen Zwillings in die Wertkette

Da Automotive Engineering-Prozesse grundsätzlich kollaborativ verlaufen, muss auch die Verwaltungsschale entlang der Wertkette verteilt entstehen können. Zu differenzieren sind die unterschiedlichen funktionalen und inhaltlichen Anforderungen der Anwendungsfälle. Kernthema ist daher die Erforschung eines Konzeptes bzw. Modelles, wie unter diesen Bedingungen der Digitale Zwilling des gesamten Leitungssatzes angewendet werden kann.

Ziele des Teilprojektes

Als Teilprojekt 3 der VWS4LS beschäftigt sich dieses Projekt mit der Automatisierung aller Produktionsprozesse des Leitungssatzes. Zu unterscheiden sind dabei die unterschiedlichen funktionalen und inhaltlichen Anforderungen der Use Cases im Gesamtprojekt. Entlang dieser soll im Projektverlauf die Verwaltungsschale als Datenreferenz verwendet werden, und alle automatisierten Produktionsabläufe integrieren und zusammenführen.

Im Fokus stehen hierbei die folgenden Prozessschritte:

  • Bereitstellung der Engineering-Daten
  • Abgleichen der Produktionsmittel
  • Steuerung der Produktionsabläufe
  • Erfassung von Produktionsdaten

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

Hauptschwerpunkt soll die Analyse des IST-Zustandes und die Formulierung von Anforderungen an einen interoperablen und digitalisierten Produktionsprozess des Leitungssatzes sein. Nach der Formulierung der Anforderungen, sollen diese in den Produktionsprozess einfließen und so zu einer Optimierung des Prozesses und entsprechender Teilmodelle für die Verwaltungsschale führen. Dazu werden für die relevanten Produktionsmittel Verwaltungsschalen erstellt und mit Informationen angereichert. Als Grundlage sollen bereits bestehende Informationsmodelle verwendet und mit einzelnen Submodels ergänzt werden, um Spezifika der Leitungssatzproduktion abbilden zu können.

Die weiteren Schwerpunkte können wie folgt benannt werden:

  • Prozessintegration der CAD-Daten und der Materialliste (Bill of Material BOM und SBOM)
  • Prozessbeschreibung (Bill of Process BOP)
  • An- und Einbindung der entsprechenden IT-Systeme auf Basis eines PPR Datenmodells (Produkt – Prozess – Ressource)

Als wesentlicher Mehrwert wird insbesondere die Zusammenführung der Produktions- und Produkt-Verwaltungsschalen angestrebt unter Integration der PLM, ERP und MES-Systeme zur dynamischen Erzeugung der Prozessreihenfolgen inkl. Rüstvorgängen (Analyse Datenbedarfe, Granularitäten, Taktzeiten, Toleranzen, Prozessversionen, Schnittstellen etc.).

Die Verbundkomponente (Baugruppe) umfasst alle Einzelteile des Leitungssatzes. Somit fließen in Teilprojekt 3 alle Verwaltungsschalen mit Produkt- und Prozessdaten (Qualitätssicherung, Rückverfolgbarkeit) entlang des Produktionsprozesses zu einer Verbundkomponente zusammen (Matroschka-Prinzip). Das hohe Daten- und Informationsaufkommen muss für die weiteren Produktionsschritte zusammengeführt und für die nachfolgenden Prozessschritte aufbereitet werden. Für die Transformation und Vorhaltung von Metadaten gilt es, ein Data Dictionary zu erarbeiten, das auch als Basis zur Herstellung von KI-Fähigkeiten durch kategorisierte Datensätze über den Lifecycle hinweg verwendet werden kann.

Erwartete Ergebnisse des Teilprojekts

Als Ergebnis dieses Teilprojektes entsteht ein umfassendes Umsetzungskonzept, gegliedert nach Anwendungsfällen für alle relevanten Produktionsprozesse auf Basis der Verwaltungsschale. Zusätzlich sollen mehrere Pilotlösungen erarbeitet werden. Als Beispiele können Submodels/Companion Specs für die Leitungssatzproduktion, Adapter für MES, automatisierte Ableitung der Feinsteuerung der Produktion oder auch Umsetzungs-Roadmaps genannt werden.