TP1 –

Design Rules Leitungssatz

Automationsgerechtes Leitungssatz-Design

DESIGN RULES FÜR DIE AUTOMATION DES LEITUNGSSATZES

Automationsgerechtes Leitungssatz-Design

Im Teilprojekt 1 (TP1) werden Gestaltungsrichtlinien erarbeitet, die zu automationsgerechten Designs von Leitungssätzen führen. Wichtige Indikatoren dabei sind die Anzahl unterschiedlicher Komponenten, die Komplexität der Verarbeitungsprozesse, sowie die eigentliche Struktur des Leitungssatzes. Es werden sowohl harte Regeln formuliert, deren Einhaltung digital ausgewertet werden kann, als auch Empfehlungen mit weniger verbindlichem Charakter. Die Gestaltungsrichtlinien werden in der DIN 72036 standardisiert. Ein Ausblick auf mögliche Fortschritte bei Maschinen und Anlagen wird aufgeführt.

 

Ausgangssituation und Motivation

Der Herstellungsprozess eines Leitungssatzes durchläuft von der Entwicklung bis zur Montage im Fahrzeug verschiedene Disziplinen. Die Wertschöpfung selbst wird in jedem Unternehmen für den jeweiligen Wirkungsbereich optimiert. Ein wesentlicher Faktor, um eine effizientere Herstellung des Leitungssatzes zu ermöglichen, ist demnach die ganzheitliche Betrachtungsweise der Wertschöpfungskette. Die verschiedenen Bewegründe und Erfahrungen sollen durch enge Abstimmung der einzelnen Unternehmen in frühe Stadien der Leitungssatzentwicklung einfließen. Ein ausgewiesenes Ziel ist es, die Auswirkungen von Technologieentscheidungen bereits in frühen Konzeptphasen auf den Leitungssatz zu projizieren. Dadurch können Automationshemmnisse vermieden und eine wirtschaftliche Automation ermöglicht werden. Mit der Zusammenarbeit in der Normung kann für die Wertschöpfung und Automatisierung der Leitungssatzbranche ein globales Optimum erreicht werden.

Aktuelle Arbeitsschwerpunkte

Die Arbeitsschwerpunkte in TP1 betreffen vor allem die Ausarbeitung weiterer Gestaltungsrichtlinien sowie die Optimierung der Anwendung der DIN 72036. Zusätzlich werden mithilfe einer systematischen Verknüpfung von Komponenten und Fertigungsprozessen Lücken in der Optimierung der Fertigungsautomatisierung identifiziert, die gezielt mit neuen Gestaltungsrichtlinien geschlossen werden.

Rückmeldungen der Firmen zu der Norm aus der Leitungssatzindustrie werden aufgenommen und für die 2025 kommende Aktualisierung der DIN 72036 aufbereitet. Dabei ist es ein wichtiges Ziel, die Anwendbarkeit in der Praxis zu verbessern.

Eine neue Aufgabe ist die Abstimmung der Gestaltungsrichtlinien über mehrere Applikationsebenen hinweg – gemeinsame Gestaltungsrichtlinien für Niedervolt-, Hochvolt- und Hochfrequenzleitungssätze.

 

Ausblick

Das TP1 will eine Sensibilisierung für die hochautomatisierte Herstellung von Leitungssätzen erreichen. Die bestehenden Gestaltungsrichtlinien im Bereich Niedervolt werden ausgebaut, vertieft und optimiert. Weiter werden Themenfelder wie der Zusammenbau von Teilleitungssätzen und Zukaufteilen in die Betrachtung miteinbezogen.