Industrial
Metaverse
Verschmelzung von physischem und virtuellem Raum
Virtuelle Inbetriebnahme & Prozessgestaltung
Wie lassen sich bestehende Simulations- und Steuerungswerkzeuge ohne Medienbrüche oder Informationsverluste in eine offene 3D-Metaverse-Umgebung integrieren? In der ARENA2036-Forschungshalle wird demonstriert, wie die Virtuelle Inbetriebnahme (VIBN) aus spezialisierten Steuerungsumgebungen direkt in kollaborative 3D-Szenen übertragen wird. Kern des Projekts ist die synchrone Abbildung von SPS-Logik, Roboterkinematik und herstellerübergreifender interaktiver Visualisierung.
Echtzeit-Schnittstelle via Omniverse-Connector
Die Anbindung der Simulations- und Steuerungsdaten erfolgt direkt aus der Engineering-Software ISG-VirtuOS. Um doppelte Modellierung und manuelle Datenkonfigurationen zu vermeiden, entwickelte die Hochschule Kempten in Kooperation mit ISG und den Projektpartnern einen Omniverse-Connector (USD-Generierung + Synchronisationsschicht über einen CORBA-Server) auf Basis einer Client-Server-Architektur.
Dieser Connector liest Gelenkwinkel, Rotationen und räumliche Transformationsmatrizen in Echtzeit aus, überträgt diese und injiziert die Struktur in geometrische OpenUSD-Modelle. Dadurch bleiben die gewohnten Workflows der Automatisierungsingenieure in ISG-virtuos vollständig erhalten, während die Steuerungssignale gleichzeitig die virtuelle Szene auf der Zielplattform bewegen.
Omniverse-Integration & Kollisionsanalyse
Das Ergebnis ist ein hochpräziser Digitaler Zwilling, der nicht nur SPS-Experten, sondern auch Fabrikplanern, Ergonomie-Spezialisten und Entscheidungsträgern zugänglich ist. Wartungsszenarien, vorausschauende Kollisionsprüfungen und Taktzeitanalysen können so ohne Unterbrechung der physischen Produktion in Echtzeit simuliert und optimiert werden.
