Prime

6G

6G-Technologien für resiliente, intelligente und vernetzte Produktionsumgebungen 

Ansprechpartner

Markus Rentschler

Forschungskoordinator, ARENA2036 e.V.

Das Projekt wird von der SNS JU und dem Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont Europa“ der Europäischen Union im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 101272485 unterstützt.

PRIME-6G: Die nächste Generation vernetzter Fabriken gestalten

PRIME-6G entwickelt und erprobt eine integrierte Plattform für intelligente Produktionsumgebungen, die 6G-Konnektivität, Künstliche Intelligenz, Robotik, Cloud-Edge-Computing und Echtzeitsensorik miteinander verbindet. Ziel ist es, resiliente, flexible und autonome Fabriken zu ermöglichen und die industrielle Nutzung von 6G-Technologien in Europa voranzutreiben.

Intelligente Produktionsumgebungen durch die Integration von 6G und KI

PRIME-6G (Pilot for Resilient Industrial Manufacturing Environments with 6G Technologies) ist ein durch die Europäische Union im Rahmen von Horizon Europe und der Smart Networks and Services Joint Undertaking (SNS JU) gefördertes Forschungsprojekt. Über einen Zeitraum von 30 Monaten entwickeln und validieren 13 Partner aus sechs europäischen Ländern Technologien für die industrielle Nutzung von 6G-Kommunikation.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer integrierten End-to-End-Plattform, die unterschiedliche Zukunftstechnologien in einem gemeinsamen System vereint. Dazu zählen 6G-Konnektivität, KI-gestützte Optimierung, Robotik, Cloud-Edge-Computing sowie Echtzeitsensorik. Grundlage bildet ein Cloud-Edge-Continuum, das eine flexible und effiziente Bereitstellung von Diensten in intelligenten Produktionsumgebungen ermöglicht.

Die entwickelten Technologien werden zunächst in Laborumgebungen in Madrid und München validiert und anschließend in einer realen Produktionsumgebung bei ARENA2036 in Stuttgart zusammengeführt und demonstriert. Ziel ist es, neue Möglichkeiten für autonome, adaptive und vernetzte Fabriken der Zukunft aufzuzeigen.

Resiliente und autonome Fabriken der Zukunft ermöglichen

PRIME-6G verfolgt das Ziel, die Einführung von 6G-Technologien in der industriellen Fertigung zu beschleunigen und deren Potenziale unter realen Bedingungen nachzuweisen. Das Projekt adressiert Herausforderungen bestehender Produktionssysteme, darunter fragmentierte Infrastrukturen, fehlende Interoperabilität und begrenzte Kommunikationsmöglichkeiten.

Langfristig soll eine neue Generation intelligenter Fabriken entstehen, die vollständig vernetzt, autonom und anpassungsfähig agieren kann. Durch die Kombination deterministischer Kommunikation, intelligenter Automatisierung und verteilter Rechenressourcen sollen Produktionsumgebungen flexibler, nachhaltiger und stärker am Menschen orientiert gestaltet werden.

Die entwickelten Lösungen sollen es ermöglichen, in Echtzeit auf betriebliche Veränderungen, Produktionsschwankungen und neue Marktanforderungen zu reagieren. Gleichzeitig sollen Effizienz, Resilienz und Sicherheit in industriellen Prozessen erhöht werden. Die abschließende Demonstration bei ARENA2036 zeigt, wie autonome Logistik und Echtzeit-Umgebungserfassung als integriertes Gesamtsystem in einer realen Fabrikumgebung zusammenwirken können.

Thematische Schwerpunkte

AURORA – Vernetzte Robotik und autonome Automatisierung

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AURORA (Advanced Unified Robotics Operations via Resilient Automation) untersucht, wie deterministische 6G-Kommunikation virtuelle Robotiksteuerungen zuverlässig mit industriellen Robotern verbinden kann. Eingesetzt werden unter anderem KI-gestütztes Netzwerkmanagement, digitale Zwillinge, kollaborative Roboternetzwerke und KI-Agenten.

SENTINEL – Echtzeit-Sensorik und digitale Zwillinge

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SENTINEL (Sensing-Enhanced Network Twin for Intelligent Environments in Manufacturing) nutzt die Fusion verschiedener Sensordaten, um digitale Zwillinge dynamischer Produktionsumgebungen in Echtzeit aufzubauen. Die bestehende 5G-/6G-Infrastruktur wird dabei für kontinuierliche Umweltüberwachung und eine verbesserte Roboterkoordination eingesetzt.

Cloud-Edge-Continuum

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Das Projekt entwickelt eine integrierte Plattform auf Basis eines Cloud-Edge-Continuums. Dadurch können Dienste flexibel und effizient zwischen Cloud- und Edge-Systemen bereitgestellt werden, um den Anforderungen intelligenter Produktionsumgebungen gerecht zu werden.

Demonstration bei ARENA2036

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Die beiden Anwendungsfälle AURORA und SENTINEL werden bei ARENA2036 in Stuttgart zu einer gemeinsamen Plattform auf Technology Readiness Level (TRL) 6–7 integriert und in einer realen industriellen Umgebung demonstriert.msetzung untersucht. Dadurch soll langfristig eine sichere und effiziente Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter in realen Produktions- und Arbeitsumgebungen ermöglicht werden.