ReDriveS
Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme
Ansprechpartnerin
Sarah Pudimat
Junior Forschungskoordinatorin ARENA2036 e.V.;
Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit im Projekt.
Ansprechpartner
Alois Renner
Projektleiter, Schaeffler
Ansprechpartner
Volker Strubel
Project Office, Innovationgreen
Neuigkeiten aus dem Projekt
Positive Zwischenbilanz für automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen
Am 23. und 24. Juni 2026 traf sich das Konsortium des Forschungsprojekts ReDriveS („Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme“) bereits zum zweiten Mal. Gastgeber des zweitägigen Projekttreffens war das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt. Rund fünf Monate nach dem offiziellen Projektstart kamen die 25 Projektpartner aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft zusammen, um den aktuellen Projektfortschritt zu bewerten, erste Ergebnisse vorzustellen und die nächsten Entwicklungsschritte abzustimmen.
Im Mittelpunkt des Treffens standen die Fortschritte in den einzelnen Arbeitspaketen. Die Projektteams präsentierten bereits erreichte Meilensteine und Demonstratoren, die den erfolgreichen Projektverlauf unterstreichen. Zu den wesentlichen Ergebnissen zählen:
- Vorstellung eines neuen Konzepts für das digitale Ökosystem mit ersten Demonstratoren der digitalen Zustandsmodelle zur Komponentenbewertung. Digitale Zwillinge und ein digitaler Produktpass schaffen die Grundlage für eine herstellerübergreifende Kreislaufwirtschaft elektrischer Antriebssysteme.
- Fortschritte bei der Entwicklung von Handling-, Demontage- und Zerlegewerkzeugen für eine automatisierte und möglichst zerstörungsfreie Demontage elektrischer Achsantriebssyteme.
- Neue Erkenntnisse zum kreislauffähigen Design elektrischer Achsen, um Demontage, Wiederverwendung und hochwertiges Recycling bereits in der Produktentwicklung zu berücksichtigen.
- Ergebnisse aus den experimentellen Untersuchungen entlang der Recyclingkette: von der mechanischen Zerkleinerung über die Materialaufbereitung bis hin zum Recycling von Permanentmagneten und kritischen Rohstoffen.
In ergänzenden Workshops wurden die Schnittstellen zwischen den Arbeitspaketen weiter geschärft, zentrale Fragestellungen gemeinsam bearbeitet und die nächsten Entwicklungsschritte innerhalb des Konsortiums abgestimmt.
Ein besonderes Highlight des Treffens war die Vorstellung der Ergebnisse des ersten mechanischen Aufbereitungsversuchs mit mehr als 250 E-Achsen über eine großindustrielle Schredder- und Aufbereitungsanlage. Ziel war es, reale Materialfraktionen zu gewinnen und zu bewerten, welche Sekundärrohstoffe auch ohne vorherige Demontage zurückgewonnen werden können. Zugleich zeigt der Versuch die Grenzen heutiger Schreddertechnologien auf: Insbesondere die gezielte Rückgewinnung von Seltene-Erden-Magneten lässt sich nur durch eine vorgelagerte, zielgerichtete Demontage der Achsen erreichen. Die Ergebnisse liefern damit eine wichtige Basis für die ökologische und wirtschaftliche Bewertung künftiger Recycling- und Demontagepfade.
Neben den fachlichen Themen standen auch Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit sowie die weitere Vernetzung der Projektpartner auf der Agenda. Das Konsortialtreffen bot damit eine wichtige Plattform, um Erkenntnisse zusammenzuführen, Synergien zu nutzen und die nächsten Meilensteine der Projektumsetzung gemeinsam vorzubereiten.
Die Ergebnisse des Treffens zeigen, dass ReDriveS planmäßig voranschreitet. Die in den ersten Projektmonaten erzielten Fortschritte schaffen eine wichtige Grundlage für die kommenden Entwicklungsphasen und unterstreichen den hohen Stellenwert der interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums.
ReDriveS zählt zu den nationalen Leuchtturmprojekten im Fachprogramm „DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Das von der Schaeffler AG koordinierte Verbundprojekt vereint 25 Partner aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft. Mit einem Projektvolumen von mehr als 25 Millionen Euro entwickelt das Konsortium innerhalb von 36 Monaten innovative Lösungen für eine nachhaltige, automatisierte und digital unterstützte Kreislaufwirtschaft elektrischer Achsantriebssysteme. Im Fokus stehen automatisierte Demontageprozesse, innovative Recyclingverfahren sowie der Aufbau eines digitalen Ökosystems mit digitalen Zwillingen zur herstellerübergreifenden Datennutzung. Ziel ist es, die Ressourceneffizienz zu steigern, strategische Rohstoffe im Kreislauf zu führen und die Wertschöpfungsketten der Elektromobilität langfristig resilienter zu gestalten.
Das Forschungsprojekt ReDriveS („Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme“) startet in die Umsetzungsphase.
Bestehend aus 25 geförderten Partnern aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft – ergänzt durch assoziierte Partner aus Forschung und Wirtschaft – ist ReDriveS eines der nationalen Leuchtturmprojekte im BMWE-Fachprogramm „DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig“. ReDriveS hat ein Projektvolumen von mehr als 25 Mio. € bei über 16 Mio. € Gesamtförderung. Das Vorhaben zielt darauf ab, ökonomisch tragfähige und ökologisch vorteilhafte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebe zu entwickeln. Durch automatisierte Demontageprozesse, innovative Recyclingverfahren für Seltene-Erden-Magnete und den Einsatz digitaler Zwillinge werden branchenübergreifende Grundlagen für eine nachhaltige Elektromobilität geschaffen.
ReDriveS adressiert drei zentrale Leitthemen der Mobilitätswende: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Systemfähigkeit. Im Fokus stehen dabei:
- die Entwicklung automatisierter, robotergeführter Demontagesysteme für elektrische Achsantriebe,
- Recyclingprozesse für Seltene-Erden-Magnete (NdFeB) und andere strategische Materialien, sowie
- der Aufbau eines digitalen Ökosystems mit digitalen Zwillingen für herstellerübergreifende Datennutzung.
Das Projekt trägt maßgeblich zur Resilienz der Wertschöpfungskette in der Elektromobilität bei und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, künftige Recyclingquoten zu erfüllen und den CO₂-Footprint von Elektrofahrzeugen in Deutschland und Europa zu reduzieren.
Koordiniert wird das Projekt von der Schaeffler AG. Das Projekt läuft über 36 Monate und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Die Projektträgerschaft übernimmt die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH. Zum offiziellen Auftakt am 12. und 13. Januar 2026 trafen sich über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Konsortiums am Schaeffler Standort in Herzogenaurach, um den Start des Forschungsprojekts feierlich zu begehen. Der 12. Januar stand dabei im Zeichen des offiziellen Projektauftakts: Am Nachmittag und Abend fanden Grußworte von Stefan Heidemann (BMWE) und Keynotes aus Wirtschaft und Forschung sowie die Vorstellung des Gesamtvorhabens ReDriveS durch den Konsortialführer Schaeffler statt. Im Anschluss bot ein gemeinsames Networking-Event Raum für den persönlichen Austausch der Projektpartner. Am Vormittag des 13. Januar wurde der aktuelle Stand und die Ziele der Arbeitspakete vorgestellt. Abgerundet wurde das Programm durch den Bericht des Projektträgers und einen Ausblick auf die weiteren Schritte in der Projektumsetzung.
Mit seiner Kombination aus Automatisierung, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft steht ReDriveS exemplarisch für die Transformation der deutschen Automobilindustrie hin zu nachhaltigen, datengetriebenen und ressourceneffizienten Produktionssystemen. Die Ergebnisse des Projekts sollen nach Abschluss in industrielle Anwendungen überführt und als Branchenlösung für OEMs, Zulieferer und Recycler nutzbar gemacht werden.
Unsere
Projekt
partner
Diese Partner unterstützen das Projekt ReDriveS.
Über ARENA2036
Projektbeteiligung in der ARENA2036
Links
Über BLC – The Battery Lifecycle Company
Projektbeteiligung in der ARENA2036
Über Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH
Projektbeteiligung in der ARENA2036
Über TU Bergakademie Freiberg
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Fördermittelgeber im Projekt